Industrie in Chemnitz
Zu Beginn des 19.Jahrhunderts erfuhr Chemnitz einen starken, industriellen Aufschwung. Dabei waren insbesondere die Baumwollweberei und die Kattundruckerei wichtige Säulen der Chemnitzer Wirtschaft. Jedoch wuchs die Industrie auch in anderen Bereichen. Während altehrwürdige, mehrstöckige Bauten an der Annaberger Straße beispielsweise an die damalige Macht der Textilindustrie erinnern, stehen ebenso monströs wirkende Gebäude an der Zwickauer Straße für einen ehemals explodierenden Maschinen- und Fahrzeugbau.


























Das Kinderheim der Furcht
1824 als Landeswaisenhaus des Königreichs von Sachsen erbaut wurden diese heut unheimlich und mystisch wirkenden Gebäude kurze Zeit später zu einer königlich sächsischen Korrektionsanstalt für kriminelle Kinder umfunktioniert. Gemäß meiner Recherche waren die damaligen Werter mit Gewehren bewaffnet und zögerten nicht, kindlichen Fluchtversuchen ein jähes Ende zu setzen.
Ab dem Jahr 1933 diente das Areal als Korrektionsanstalt für „asoziale und arbeitsunwillige Erwachsene“.
Das Spezialkinderheim für schwererziehbare Kinder und Jugendliche wurde im Jahr 2000 endgültig geschlossen und verfällt seit dem zunehmend. Pläne, die Gebäude als Kongress- und Bildungszentrum umzubauen, wurden bis heut nicht in die Praxis umgesetzt.
Mein Besuch in den komplett unterkellerten und damit verbundenen Gebäuden wurde von einem stets mulmigen Gefühl begleitet. Die in der Fantasie entstehenden Bilder von im Keller schlafenden Kindern oder in Einzelhaft genommene Jugendliche lassen vermutlich nur einen Bruchteil der Erziehungsmethoden erahnen, welche an besagtem Ort Alltag waren.































Industriefabrik – Drahtherstellung
Mitten in Sachsen gelegen findet sich dieser ehemalige, industrielle Schwerpunkt wider. In diesen Räumlichkeiten wurden Drähte und Drahtwaren verschiedenster Art hergestellt.




















